Mad Caddies - Ska-Core

Die sechs Jungs von den »Mad Caddies« aus Santa Barbara / Kalifornien spielen eine dynamische Musikmischung mit Einflüssen von Ska und Punk - na klar, wenn's denn Ska-Core ist - aber auch Pop, Latin, Reggae und Jazz.

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Lau & Hüttmann zum Album »Duck And Cover« im Rolling Stone 10/98: »Die 'Mad Caddies' aus Santa Barbara dreschen auf 'Duck and Cover' launigen Ska, also knappe, schnelle Kracher mit Bläsern, PunkSchwung, Pop-Einschlag, latein-amerikanischen Rhythmen sowie Gesangs- und Brüllkaskaden. Fetentauglich mit 'ner Kiste Bier.«
   

ReDoXx: »Lange schon habe ich auf dieses Album gewartet. Die Vorfreude war riesig und die Spannung sowieso, schliesslich haben sie mit Just One More nicht umsonst ein klasse Album hingelegt! Gestern war es dann weltweit soweit; jedoch ist zumindest bei mir die Enttäuschung groß, zu viel Reggae, zu ruhig – kurz und knapp: Es können mich leider nur wenige Lieder richtig überzeugen.

Das Album beginnt mit 'The Dirge', wahrlich eines der besseren Lieder, wenn auch etwas kurz geraten. In teuflischen Melodien spielt sich die Trompete hier mit der restlichen Band schonmal ein. So weit so gut, der Start ist gelungen!

Mit Backyard geht es gleich mit sehr schön gewählten Offbeats weiter, der Einschlag in die Reggaerichtung ist hier allerdings schon zu hören.

Als nächstes ein sehr ruhiges Lied: 'State Of Mind'. Wo aber ist hier aber der frühere rotzfreche Skapunk geblieben? Definitiv zu poppig für die Mad Caddies!

'With Out You' hingegegen ist ein absolut hörbares Lied, auch wenn es nicht soo viel schneller ist, es erinnert ein bisschen an American Badass, nur dass es um einiges ernster ist.

'Lay Your Head Down' ist, zwar auch wieder recht langsam, aber auch eines der besseren Lieder auf der CD.

'Tired Bones' hier hat man endlich mal wieder zu alter Stärke gefunden - klasse! Der dreckige Trompeten / Posaunensound fehlt am Anfang auch nicht und setzt dem Lied schon am Anfang das Sahnehäubchen auf. Ein bisschen mehr Bläser an der einen oder anderen Stelle hätten sich aber sehr gut gemacht!

Schade, dass man das Tempo nicht hochhalten mochte, mit 'Don't Go' hat man schon wieder versucht, eher etwas Hymnenartiges zum Mitgröhlen zu entwerfen – so richtig klappen tut das meiner Meinung nicht.

'Souls For Sale' ist ein richtig nettes Sommerlied, noch mehr Bläser und man wünscht sich nur noch ein kühles Bier und einen Biergarten her.

Traurige Lieder fehlen bei den Caddies eigentlich nie, bei 'Keep It Going' ist es 'Riding For A Sale', ein schwer klingendes Lied, langsam, und später kommt mir zu viel Reggae und Dub hinzu. 'Drinking for 11' und ähnliche Lieder haben mir um einiges besser gefallen!

Am Ende bleibt nur noch 'Whatcha Gonna Do'. Mit netter Akkustikgitarre. Das war's aber auch schon wieder. Und da für mich das Lied am Ende einfach wichtig ist, bleibt ein bitterer Nachgeschmack, von den Caddies hätte ich wirklich anderes erwartet!

Fazit: Wieder einmal haben sich die Caddies bei ihrer neuen CD einem Genre verschrieben. Aber wieso musste es gerade Reggae sein? Wer einmal ruhige Caddies hören möchte, der sollte sich das Album kaufen. Für alle anderen, die sich ein rotzigeres Album erhofft haben (wie ich), kann man es nicht empfehlen. Deshalb gibt es von mir auch nur 6/10 Punkte für die erste Enttäuschung des Jahres 2007.

Mad Caddies - Keep It Going
1. The dirge
2. Backyard
3. State of mind
4. Today
5. Without you
6. Reflections
7. Lay your head down
8. Tired bones
9. Coyote
10. Don't go
11. Pyramid scheme
12. Souls for sale
13. Riding for a fall
14. Whatcha gonna do
CD: Fat Wreck, 2007

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ReDoXx: »Dieses ist meiner Meinung das beste Album der Caddies, weil schlichtweg alle genialen Lieder von ihnen drauf sind. Erschienen ist es im Jahre 2004 unter Fat Wreck Chords.

Los geht es - Manege frei für die Caddies! Das Intro, welches sehr still beginnt, startet mit Friede und Freude plus Gekreische des Publikums. Danach geht es los mit dem Schlagzeug, gleich hinterher der Bass und eine Gitarre lässt nicht lange auf sich warten... Und dann fangen die Bläser an, die Spannung steigt... Danach geht es direkt weiter mit 'Macho Nachos' - die Menge tobt (mal wieder). Am Ende des Liedes die Durchsage von Chuck Robertson, dem Sänger der Caddies: '[...] This is a very special evening - we're recording a live rockin' record right now [...]'. Die Menge tobt noch mehr...

Damit es nicht zu heiß wird geht es '10 West', einem ruhigeren Lied weiter. Und so zieht ein Lied nach dem anderen durchs Ohr und jedes mal wünscht man sich mehr, direkt in der Menge mit dabei zu sein und mit zu feiern!

Meiner Meinung nach ist dieses Album der perfekte Einstieg für jeden, der gerne eine CD von den Mad Caddies haben möchte. Ein geniales Lied nach dem anderen - das mag ich an Live-Alben immer sehr gerne - hier haben die Caddies es gezeigt, wie man es macht - mehr als zu sagen, dass es das beste Album der Herren ist und dem Album 10 von 10 Punkten zu geben, kann ich nicht.«

Mad Caddies - Live From Toronto: Songs In The Key Of Eh
1. Intro [From "Songs In The Key Of Eh"]
2. Macho Nachos
3. 10 West
4. Leavin'
5. Weird beard
6. No Hope
7. Contraband
8. Monkeys
9. Days Away / The Bell
10. The gentleman
11. Villains
12. Last breath
13. Mary melody
14. Drinking for 11
15. Preppy girl
16. Secret song
17. Road rash
18. Silence
19. All American Badass
CD: Fat Wreck, 2004

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ReDoXx: »Erschienen ist dieses Album der Skapunkband im Jahre 2003. Anders als bei den alten Alben 'besucht' die Band verschiedene Musikgenres, die von dem ganz gewöhnlichen Ska-Punk über Zirkusmusik ähnlichen Liedern ( Villains ) bis hin zu Fast-Popsongs (z.B. Drinking For 11) und auch die Countrymusik kann man hin und wieder leicht raushören: 'Leavin', das von Sänger Robertson's Verlassen des Elternhauses mit 17 erzählt.

Im großen und ganzen ist es ein wirklich sehr gelungenes Album. Die Wanderung durch mehrere Musikgenres gefällt allerdings unter Umständen nicht jedem.

Anspieltipps:
Riot: Ein etwas härterer Song - Der Name ist Programm
Good Intentions: Eine 'Schnulze' mit Akkustikgitarre - trotzdem und durch die Bläserparts und einem wunderbaren Schlagzeug sehr hörbar
Game Show: Das letzte Lied - gleich am Anfang fängt es mit einer, nun ja... leicht 'hyperaktiven' Gitarre an, die Bläser kommen hinzu und das Spiel läuft - prima!«

Mad Caddies - Just One More
1. Drinking For 11
2. Contraband
3. Villians
4. Silence
5. Just One More
6. Day By Day
7. Leavin
8. Rockupation
9. Last Breath
10. Spare Change?
11. Riot
12. 10 West
13. Good Intentions
14. Wet Dog
15. Game Show
CD: Fat Wreck, 2003
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ReDoXx: »Ja, das ist die 2. CD, die von den Mad Caddies herausgegeben wurde. Erschienen ist sie 1998 wiederum unter Fat Wreck Records. Eine wirklich sehr geniale CD, so viele wunderschöne Lieder von den Caddies sind nur noch von der Live CD zu toppen.

Fangen wir mal an - Road Rash - Ska-Punk vom allerfeinsten. Fetzige Gitarrensounds, die mit schnellen schneidenden Bläserparts verschönert werden. Schliesslich kommt es zum Höhepunkt mit einem netten Trompetensolo - wirklich top!

Als nächstes kommt mein absolutes Lieblingslied: 'The Gentleman'. Hier wird wirklich ordentlich auf die Tube gedrückt und rauskommen tut ein sehr schneller Punksong. Die Bläser sind auch noch richtig flott, dies gibt dem Song noch mehr Power!

Die Geschwindigkeit wird beibehalten und so rasen die Caddies mit 'Überschallgeschwindigkeit' weiter. Dennoch wird auch hier wieder die Ska-Punkschiene verlassen und man spielt ruhigere Sounds - wie wäre es mit ein klein wenig Dixieland? Bitte schön, 'Betty' bringts schon. Auch ein 'hymnenähnlicher' Song wurde hier veröffentlicht: Macho Nachos. Auch Reggaeähnliches, leicht Funkiges ist enthalten, beispielsweise in 'One Shot'

Anspieltipps:

Auf Nummer 1 landet für mich definitiv The Gentleman. Wieso? Punk meets Ska - und dass auf eine wunderbare Art!

Nummer 2 ist Monkeys. Name ist Programm und man fühlt sich wie im Zirkus, die Affen die überall rumtanzen kann man sich da schon fast vorstellen!

Ein weiteres sehr tolles Lied ist The Joust - wahnsinnig geile Bläser (ich rede von den Melodien... ).

Fazit: Das 2. Album der Caddies ist wunderbar zu hören. Hätte ich die Caddies mit 8 Jahren schon gehört, wäre ich begeistert gewesen! Dieses Album öffnete so zu sagen mein Herz für die Mad Caddies - für mich sind sie ohne Frage eine der besten Ska-Punk-Bands, die es jemals gab und wohl auch die beste Amerikanische Ska Band! 10 von 10 Punkte sind hier für mich durchaus angemessen!«

Mad Caddies - »Duck And Cover«
1. Road rash
2. The gentleman
3. No hope
4. One shot
5. Macho Nachos
6. Monkeys
7. Econoline
8. The joust
9. Betty
10. Apathetic
11. Medium unwell
12. Popcorn
CD: Fat, 1998

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Auch als LP erhältlich:
Mad Caddies - »Duck And Cover«
LP: FatWreckChords, 1998
  

ReDoXx: »Herausgekommen ist das Album im Jahre 2001 unter Fat Wreck Chords. Der Opener 'Shaving Your Live' macht zwar ordentlich Druck, doch danach ist der Dampf verflogen. Dieses scheint zumindest so, wenn man die beiden nächsten Lieder, 'Mary Melody' und 'B-Side' hört... Ein bisschen langsamer als der Rest und irgendwie nicht ganz sooo passend zu den Caddies.

Dies ändert sich aber mit 'Days Away' zwar nicht unbedingt, dennoch ist es nicht mehr langweilig, sondern versprüht einfach mehr Spielfreude. Dann kommt der 2. richtige Kracher - 'Bridges', ein flottes Stück mit einem netten Gitarrensolo. Bläser fehlen zwar, dies ist aber nicht so schlimm.

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Auch auf Rock the Plank sind wieder verschiedene Genreeinflüsse vertreten, beispielsweise zeigen sich die Mad Caddies von der Piratenseite: 'Weird Beard', wunderbar piratisch und einfach toll!

Mit 'Chevy Novacaine' haben sie noch ein wunderbares Lied herausgebracht, dass mir persönlich am besten auf der Platte zusagt. Verabschieden tuen sich die Caddies mit einem Bierzeltlied: 'All American Badass'.

Anspieltipps:
Weird Beard - das Spasslied schlechthin!
Days Away - es ist zwar ein bisschen ruhiger aber es hat's trotzdem in sich.
Chevy Novacaine - wunderbarer Gitarrensound mit prima Offbeats.

Fazit: Es ist zwar kein wirlich tolles Album, dennoch auch kein schlechtes, bis auf ein paar Ausnahmen ist das Album eher Durchschnitt, darum bekommt es 7 von 10 Punkten.«

Mad Caddies - »Rock The Plank«
1. Shaving your life
2. Mary melody
3. B-side
4. Days away
5. Bridges
6. We'll start to worry when the cynics start
believing
7. Weird beard
8. Easy cheese
9. Hound bound
10. Depleted salvo
11. Chevy novacaine
12. Booze cruise
13. All american badass
CD: FatWreck, 2001

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Auch als LP erhältlich:
Mad Caddies - »Rock The Plank«
LP: FatWreck, 01
 

ReDoXx: »Die EP 'Holiday Has Been Cancelled aus dem Jahr 2000 hat es richtig in sich! Ska Punk zum feinsten, gepaart mit den üblichen Verdächtigen.

Es fängt an mit 'Falling Down', einem Steelguitar-Intro, das noch ein bisschen mehr Druck durch eine gedämpfte Trompete bekommt. Herrlich! Man will mehr davon! Schliesslich entscheidet sich die ganze Band, auch mitzuspielen - Tadaa! Da sind sie... Klasse, nicht zu schnell, so dass das Intro sich mit dem restlichen Lied gebissen hätte, aber auch nicht zu langsam - einfach perfekt!

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Als nächstes geht es weiter mit 'Nobody Wins At The Laundromat'. Hier sind wieder die kurzen knackigen Bläsersätze dabei. Hinzu kommen die Gitarren, die mit Hilfe des Schlagzeugs ordentlich abgehen. Ja, ab hier weiss man es - Herr Robertson kann sehr schön shouten!

Schliesslich geht es weiter mit 'Something's Wrong At The Playground'. Ein flottes Skapunk Stück - sehr genial mit sehr netten Backingvocals aber ohne Bläser.

Weiter geht's mit 'Destro', das mit dem geballten Sound einer Gitarre und einem recht lebendigen Schlagzeug anfängt. Aber wo sind die Bläser? Stellen für sie, wo sie hätten mitspielen können, hätte es meiner Meinung nach genügend gegeben, dennoch fehlen sie leider - das erste Lied auf dieser EP, dass mir nicht super gut gefällt, trotzdem gut.

Das letzte Lied - 'S.O.S.', so weit ich weiss ein Cover von ABBA - nett umgesetzt mit wunderbaren Bläsersätzen, die dem ganzen Lied etwas tragisches geben. Die tiefe, leicht traurige Stimme von Chuck Robertson verleiht dem ganzen Lied noch das Sahnehäubchen.

Fazit: Mad Caddies haben mit dieser EP wieder einmal bewiesen, dass ihre Musik immer nach vorne geht, schlicht weg viel Power hat! Von den Liedern her ist es ein tolle EP, einfach geil! Leider von der Länge nicht und für 5 Lieder sind ca 10 Euro bei Amazon meiner Meinung nach nicht gerechtfertigt.«

Mad Caddies - »Holiday Has Been Cancel«
1. Falling down
2. Nobody wins at the laundromat
3. Something's wrong at the playground
4. Destro
5. S.O.S.
CD: 2364276 (FatWreckChords, AAD)

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ReDoXx: »Das erste Album der Caddies, dass sie veröffentlicht haben: ein richtiger Knaller! Herausgekommen ist es im Jahr 1997 unter Fat Wreck Chords. Rückblickend ist dieses Album eigentlich das, welches am meisten Reggae enthält und auch das 'langsamste' Album der Caddies ist. Dennoch beweisen sie durch ausgereifte Melodien und sehr nette Offbeats ihre Raffinesse, was das Musizieren angeht.

Es beginnt mit I'm So Alone ein Ska/Reggea-Song mit einem sehr schönen langsamen Chorus. Doch danach drückt die Band auf die Tube. Schon mal ein sehr guter Anfang, wie ich finde.

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Das nächste Lied auf das ich eingehen möchte, ist The Bell Tower. Mit wunderbaren Bläsersätzen geht es wirklich sehr gut ab! Hier wird der Bläsersatz der Mad Caddies noch mit einem Saxophon verstärkt, sodass man die geballte Power von Sax, Trumpet und Trombone abbekommt - klasse!

Bei Crew Cut Church wandern die Caddies ein wenig in den Country-Style ab, was sich aber mit Punkrock abwechselt - eine sehr interessante Mischung, die in letzter Zeit immer öfters mal vorkommt.

Mit Preppie Girl - so scheint es zumindest, sind sie in Richtung Gitarrenpop abgerutscht. Das war aber nur das Intro, denn dann geht der Punk sprichwörtlich ab!

Anspieltipps:
Goleta - ein prima Bläsersatz, einfach ein geniales Lied!
Cup O'Tea ist ein wunderschönes Beispiel für den typischen Ska Punk von den Mad Caddies.
L.G.'s drückt ordentlich auf den Sound mit einem geilen Piano sehr nett anzuhören!

Fazit: Oft ist es ja so, dass bei vielen Bands die erste Platte nicht unbedingt so der Burner ist und ich weiss nicht, ob es am Label liegt oder einfach an der CD selbst liegt (Bei Quality Soft Core trifft beides zu), aber die Mad Caddies haben hier einen Meilenstein der Ska Punk Geschichte gelegt, der immer größer mit den nachfolgenden Alben wurde. Ob es auch ohne diesen Grundstock gegangen wäre, weiss ich nicht, jedoch kann ich sagen, dass die CD meiner Meinung nach ihre 9/10 Punkten verdient hat.

Mad Caddies - »Quality Soft Core«
1. I'm so alone
2. Distress
3. Cup o' tea
4. The bell tower
5. No se'
6. Crew cut chuck
7. Goleta
8. Big brother
9. L.G.'s
10. Polyester khakis
11. Preppie girl
12. Mum's the word
13. Sad reggie
CD: 8103057 (
Fat Wreck Chords, 97)

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